Wissenswertes über Crowdfunding

CrowdfundingDas sogenannte Crowdfunding ist seit einigen Jahren in Mode gekommen. Welche Idee steckt dahinter? Hinter Crowdfunding steht eine Finanzierungsidee. Dabei werden Kreditinstitute außen vor gelassen. Beim Crowdfunding sorgt eine Crowd (Menschenmenge) für ein Funding (Finanzierung). Es gibt verschiedene Formen des Crowdfunding, das in Deutschland auch Schwarmfinanzierung genannt wird. Mit dem Crowdfunding können Gelder und Finanzierungsmittel beschafft werden, um Projekte oder Produkte auf unkonventionelle Art und Weise, quasi mit Eigenkapital, durch eine große Anzahl von Personen zu finanzieren. Die Teilnehmer einer Aktion (so wird der Ablauf einer Crowdfinanzierung bezeichnet) werden in der Regel über das Internet angeworben.

 

Ablauf einer Aktion

Beim Start einer Aktion wird eine Mindestkapitalmenge festgelegt, die durch die Crowd finanziert sein muss, bevor die Aktion starten kann. Im Verhältnis zur Kapitalmenge leistet jeder Crowdfunder seinen finanziellen Anteil. Für seinen finanziellen Einsatz erhält der Crowdfunder eine Gegenleistung, die nicht in jedem Fall in Kapital ausgezahlt werden muss; die Gegenleistung kann auch eine Sachleistung, ein Recht oder ein ideeller Wert sein.

Beim Start der Aktion wird vom Projektinitiator die Laufzeit und der zu erbringende Gesamtbetrag, die Zielsumme, festgelegt. Falls der Initiator innerhalb einer bestimmten, festgelegten Frist, nicht genügend Finanzmittel einwerben kann, ist das Projekt gescheitert.

Wie Crowdfunding funktioniert, wird im nachstehenden Video erklärt:


Die verschiedenen Formen des Crowdfunding

Die unterschiedlichen Formen des Crowdfunding basieren auf den zu erwartenden Gegenleistungen für die Teilnahme an der Aktion. Alle Formen des Crowdfunding als alternative Finanzierungslösung werden in aller Regel über das Internet abgewickelt.

Man unterscheidet vier Hauptformen des Crowdfunding:

Crowddonation
Crowdsupporting
Crowdlending
Crowdinvesting

Crowddonation

Bei diesem Modell des Crowdfunding steht keinerlei Gewinnabsicht im Raum. Man bezeichnet es auch als Spenden basiertes Crowdfunding. Hier werden Spenden eingesammelt, die einem konkreten Zweck zugeführt werden, ohne dass die Crowd außer einer Spendenbescheinigung eine Gegenleistung erwartet.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Spenden an gemeinnützige Organisationen, die damit auch ihren Verwaltungsapparat finanzieren, müssen bei der Crowddonation alle Zahlungen an das vorgegebene Projekt weitergeleitet werden.

Bekannte Crowddonating-Plattformen (beispielhaft) sind:
Leetchi, Betterplace, GoFundMe, Aid2People, gemeinschaftscrowd, Zusammen Gutes tun, Evangelisch Bildungsstark, Verleihe Flügel, spend4projects und I care for you.

Crowdsupporting

Bei dieser Art des Crowdfunding beteiligt sich der Investor (hier als Supporter bezeichnet) an der Finanzierung eines Projekts um anschließend eine Belohnung in Form einer Gegenleistung zu erhalten, die ein Geschenk oder bei einer finanzierten Produktewicklung eben jenes Produkt vor Markteinführung sein kann.

Crowdlending

Crowdlending funktioniert immer über eine Internetplattform. Hier bieten Kreditsuchende Ihre Ideen für ein Projekt an und versuchen, über die Plattform eine Vielzahl von privaten Investoren zu gewinnen. Bekommt der Kreditsuchende genügend Investoren zusammen, kann er das Projekt finanzieren.

Das Crowdlending funktioniert dann in etwa wie ein Ratenkredit, mit dem Unterschied: Kreditgeber ist keine Bank sondern die Crowd, die Vielzahl der privaten Investoren. Man bezeichnet diese Form des Crowdfunding in Deutschland auch als Kredit von Privat an Privat. Bekanntester Vertreter der Crowlending-Plattformen ist sicherlich Auxmoney.

Crowdinvesting

Beim Crowdinvesting erhalten Investoren durch ihre Beteiligung Anteile an einem Projekt (Unternehmensidee oder Startup). Meistens geschieht dies über stille Beteiligungen, Genussrechte oder Darlehen mit dem Versprechen einer Gewinnbeteiligung, in welcher Form auch immer. Das Investitionsmotiv für den Investor liegt in einer hohen Rendite bei Erfolg des Unternehmens, das Risiko ist beim Crowdinvesting allerdings ebenfalls hoch. Wie bei jeder Kapitalbeteiligung kann der Investor seinen kompletten Einsatz verlieren, wenn das Projekt nicht erfolgreich verläuft.

Die Rechte eines Crowd-Investors sind durch das Kleinanlegerschutzgesetz geregelt. Die Investitionssumme des Einzelnen bei typischen Start-up-Crowd-Finanzierungen liegt zwischen mehreren Hundert und mehreren Tausend Euro. So kamen schon Crowdfinanzierungen für Startups bis zu mehreren Millionen Euro zustande.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixabay / CCO Public Domain

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