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Das Sparbuch ist nur noch zweite Wahl, die Deutschen investieren mehr in Fonds

Das Sparbuch ist nur noch zweite Wahl, die Deutschen investieren mehr in FondsSparbücher sind bei den Deutschen seit jeher beliebt. Investmentfonds dagegen gelten häufig als kompliziert und nicht für jeden Sparer geeignet. Tatsächlich haben die Deutschen aber mehr Geld in Fonds liegen als auf ihrem Sparbuch. Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des BVI Bundesverband Investment und Asset Management zeigt außerdem: Fondsbesitzer gibt es in allen untersuchten Bevölkerungsgruppen. Ob Männer oder Frauen, Ost- oder Westdeutsche, Hoch- oder Geringverdiener - mit Fonds sparen alle untersuchten Bevölkerungsgruppen und gemessen an ihrem Ersparten auch ähnlich viel. Wie die ZEW-Studie zeigt, haben rund 60 Prozent aller Haushalte in Deutschland ihre Geldanlage in Fonds durchgeführt. Insgesamt stecken in Investmentfonds rund 805 Mrd. Euro Erspartes (Stand: 31.12.2009). Der Großteil davon stammt von den Sparern direkt, der Rest kommt von Versicherungen und Pensionseinrichtungen, die einen Teil ihrer Kundengelder in Fonds angelegt haben. Da auf deutschen Sparbüchern laut Bundesbank-Statistik 577,5 Mrd. Euro liegen (Stand: 31.12.2009), übersteigt das private in Fonds angelegte Geldvermögen deutlich das Sparbuch-Volumen. "Obwohl schon so viele Deutsche mit Investmentfonds sparen, kennen nur erstaunlich wenige die Vorteile des Fondssparens. Fonds sind ein Sparprodukt für jeden. Das zeigen die Wissenschaftler mit ihren Zahlen deutlich auf", erklärt Thomas Neiße, Präsident des BVI Bundesverband Investment und Asset Management.


Überall wird mit Fonds gespart

Tatsächlich sparen Menschen aus allen untersuchten Bevölkerungsgruppen mit Fonds. Die deutschen Haushalte haben über unterschiedliche Einkommensgruppen hinweg zwischen 17 und 24 Prozent ihres Geldes direkt und indirekt in Fonds angelegt. Im Schnitt liegt rund jeder fünfte gesparte Euro in Deutschland in dieser Anlageform. Selbst Haushalte mit geringem Einkommen haben mit kleineren Sparbeträgen oder über Versicherungen Geld in Fonds. Rund 17 Prozent ihres Geldvermögens stecken in Fonds.

Auch die Region oder das Geschlecht des Haupteinkommensbeziehers haben keine großen Auswirkungen auf das Fondssparen. Die Deutschen haben über alle Bundesländer hinweg einen ähnlichen Anteil ihres Geldes in Investmentfonds angelegt. Bei Haushalten, in denen Frauen den Großteil des Haushaltseinkommens verdienen, stecken durchschnittlich 20 Prozent der Ersparnisse in Fonds, bei Haushalten mit männlichen Hauptverdienern 21 Prozent.

"Unsere Studie zeigt, dass sich Fondssparer in allen von uns untersuchten Bevölkerungsgruppen finden", so Dr. Michael Schröder, Leiter "Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement" beim ZEW. "Somit sind Investmentfonds eine wichtige Anlagekategorie, vergleichbar mit anderen Anlageklassen, beispielsweise Aktien und Anleihen."

Fonds sind ein Anlageprodukt für alle Sparer

Dass Fonds für jeden geeignet sind, will jetzt die Kampagne "Investmentfonds. Nur für alle." den deutschen Anlegern verdeutlichen. "Bislang ist es uns offensichtlich nicht gelungen, dass die breite Bevölkerung Fonds als ein Geldanlageprodukt für alle wahrnimmt, so wie es das beliebte Sparbuch seit Langem ist", erklärt BVI-Hauptgeschäftsführer Stefan Seip. "Mit der Kampagne wollen wir die Scheu vieler Menschen vor dem Fondssparen verringern und den Bruch zwischen der Wahrnehmung und der tatsächlichen Verbreitung von Fonds auflösen. Denn Fonds sind offenbar ein Volksprodukt." Die Kampagne spricht Anleger deshalb bewusst nicht im Finanzjargon an, sondern bietet Sparern in Deutschland leicht verständliche und grundlegende Informationen rund um die Geldanlage. Weitere Informationen zur Kampagne unter www.nur-fuer-alle.de

Über die Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Das Anlageverhalten einzelner Bevölkerungsgruppen wird anhand eines anonymisierten Datensatzes aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2008 des Statistischen Bundesamtes analysiert. Betrachtet werden dabei alle Bevölkerungsgruppen mit einem monatlichen Nettohaushaltseinkommen, das die Obergrenze von 18.000 Euro nicht überschreitet. Darüber hinaus werden Obdachlose und in Anstalten und Gemeinschaftsunterkünften lebende Personen von der Befragung ausgeschlossen. Bei der anonymisierten EVS 2008 handelt es sich um einen Mikrodatensatz, der von 55.149 Haushalten Angaben zu ihrem Geld- und Sachvermögen enthält. Bei der Ermittlung der oben aufgeführten Mittelwerte werden die Einzelangaben jeweils bei jeder Unterteilung in Bevölkerungsgruppen mit den vom Statistischen Bundesamt bereitgestellten geeigneten Hochrechnungsfaktoren gewichtet. Somit ermöglicht die Analyse repräsentative Aussagen über strukturelle Unterschiede im Anlageverhalten einzelner Bevölkerungsgruppen in Deutschland.

Quelle: BVI Bundesverband Investment und Asset Management



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