So profitieren Unternehmen in der Insolvenz und Restrukturierung von Factoring

restrukturierungUnternehmen jeder Größe können in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Die Gründe liegen entweder in äußeren Umständen oder in internen Fehlern und falschen Entscheidungen. Bei einer Zahlungsunfähigkeit kann es zur Insolvenz und zur Auflösung eines Unternehmens kommen. Um die Betriebsschließung zu vermeiden, stehen der Geschäftsleitung verschiedene Maßnahmen wie Restrukturierung, Sanierung oder Turnaround zur Verfügung. Factoring sorgt für ausreichende Liquidität, um die Hilfsmaßnahmen umzusetzen.

 

Hilfsmaßnahme bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Unternehmen können sowohl durch eigene Fehlentscheidungen und Versäumnisse als auch durch externe Umstände in einen Liquiditätsengpass geraten. Vor allem Kleinbetriebe oder Einzelunternehmer können mit der Buchhaltung überfordert sein. In vielen Fällen fehlt neben dem Tagesgeschäft die Zeit, um Rechnungen sofort nach einem Verkauf an die Kunden zu schicken oder um die Zahlungseingänge zu überwachen. Dadurch fallen fehlende Zahlungen zu spät auf und Mahnungen werden vergessen. Dabei sind vor allem Zahlungsschwierigkeiten bei den Kunden häufig ein Grund, warum eine Firma in finanzielle Schwierigkeiten gerät und die Liquidität zur Bezahlung der eigenen Rechnungen fehlt. In diesem Fall bietet sich eine Überprüfung des gesamten Geschäftsablaufs an, um das Unternehmen durch eine Restrukturierung zu sanieren und den Turnaround zu einem erfolgreichen Geschäftsbetrieb zu schaffen.

Restrukturierung

Erfolgreiche Unternehmen überprüfen regelmäßig die internen Arbeitsabläufe und verbessern Prozesse und Anweisungen. Trotzdem kann es zu fehlender Liquidität kommen und eine Restrukturierung wird erforderlich. Bei der Ausarbeitung eines effektiven Konzepts helfen Experten, die die wirtschaftliche Situation des Unternehmens überprüfen, um die Ursachen für die finanziellen Schwierigkeiten zu finden.

Neben Finanzexperten der Hausbank stehen auch externe Berater zur Unterstützung bereit. Dabei kann es sich um einen Unternehmensberater oder um die Experten eines Factoringanbieters handeln. Der Factor kauft nicht nur offene Rechnungen an, sondern übernimmt auch die regelmäßige Bonitätsprüfung der Debitoren. Außerdem erledigen die Mitarbeiter des Factoringanbieters beim Full Service Factoring ie Debitorenbuchhaltung und der Factor trägt das komplette Ausfallrisiko.

Sanierung

Sanierung bedeutet die Heilung eines Unternehmens. Selbst wenn die internen Prozesse und Arbeitsabläufe optimal geregelt sind, kann es zu einer Liquiditätslücke kommen. Um den Liquiditätsengpass zu beenden und die betriebliche Leistungsfähigkeit wieder herzustellen, kann eine Firma verschiedene Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören vor allem finanzwirtschaftliche Änderungen, um die Liquidität zu sichern und die Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Zu den wichtigsten Maßnahmen im Rahmen einer Sanierung gehören:

• Nachlass oder Stundung von Schulden bei Banken und Lieferanten
• Reduzierung der Zinsen für bestehende Finanzierungen
• Verzicht auf Kreditkündigung durch die Bank
• Erhöhung der Liquidität durch den Verkauf offener Forderungen

Eine Sanierung kann nur durch die Mitarbeit Dritter gelingen. Dazu gehört die Hausbank, die eine Kreditrate stunden oder die Zinsen für eine Finanzierung senken kann. Auch der Verzicht auf die Kündigung eines rückständigen Darlehens gehört zu den Hilfsmaßnahmen einer Bank, um ein Unternehmen erfolgreich zu sanieren. Lieferanten können Zahlungsziele verlängern oder nachträglich einen Rabatt gewähren, um die Liquidität eines instabilen Unternehmens zu stützen. Einige Betriebe geraten trotz guter Verkaufszahlen in finanzielle Schwierigkeiten, weil die Käufer die offenen Rechnungen zu spät oder gar nicht bezahlen. In diesen Fällen bietet sich Factoring zur Sanierung des Verkäufers an.

Offene Rechnungen mit Zahlungsziel können an einen Factoringanbieter verkauft werden. Die Abwicklung erfolgt online. Dadurch ist das Geld aus den Verkäufen schon 2–3 Tage nach dem Einreichen der Rechnungen auf dem Geschäftskonto. Der Factor finanziert 80 %–90 % des Rechnungsbetrages vor. Die restliche Zahlung erfolgt bei Erreichen des Zahlungsziels. Wenn es sich um Full Service Factoring handelt, erhält der Verkäufer in jedem Fall das Geld. Falls der Käufer bei Fälligkeit der Rechnung den offenen Betrag nicht überweist, mahnt das Factoringunternehmen zunächst die Zahlung an. Bleibt der Zahlungseingang weiterhin aus, leitet der Factor die entsprechenden Inkassomaßnahmen ein. Kommt es trotz der Maßnahmen zu einem Zahlungsausfall, trägt der Factor den finanziellen Schaden. Von diesen Vorgängen bekommt der Kreditor nichts mit, da er im Rahmen des Full Service Factorings das Geld auch dann erhält, wenn sein Kunde nicht zahlt.

Durch die verschiedenen Hilfsmaßnahmen kann die Sanierung eines Unternehmens gelingen und der Turnaround zu einem erfolgreichen Geschäftsbetrieb ist geschafft.

Turnaround

Ein Turnaround ist ein Umschwung in der geschäftlichen Entwicklung eines Unternehmens. Die Geschäftsleitung kann schon vor den ersten Liquiditätslücken damit beginnen, bestimmte Bereiche zu ändern und neue Wege zu gehen. Dazu gehören unter anderem alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Crowdfunding, Factoring oder Leasing. Die verschiedenen Sanierungsmaßnahmen sollten zu einem Turnaround führen. Ansonsten kann es zur Insolvenz des Unternehmens kommen. Doch auch bei Zahlungsunfähigkeit kann Factoring den Weg in die Weiterführung der Firma bedeuten.

Warum Factoring selbst in der Insolvenz hilfreich ist

Wenn sich ein Unternehmen in der Insolvenz befindet, vergeben die Banken in der Regel keinen Kredit mehr. Trotzdem muss die Zahlungsunfähigkeit nicht unbedingt das Ende des Betriebes bedeuten. Mit ausreichend Liquidität kann der Geschäftsbetrieb in vielen Fällen weitergeführt werden. Um den Neustart zu finanzieren, bietet sich Factoring an. Dazu müssen die offenen Forderungen, die an den Factor verkauft werden sollen, diese Bedingungen erfüllen:

1. für die offenen Forderungen darf kein Abtretungsverbot gelten
2. es handelt sich nicht um Vorschusszahlungen
3. der Verkäufer muss keine langen Gewährleistungsfristen einhalten
4. die Bonität der Debitoren reicht für den Forderungsverkauf aus

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixabay / CCO Public Domain / geralt

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