Toplage, dann läuft auch die gewerbliche Immobilienfinanzierung

Gewerbliche ImmobilienfinanzierungGewerbliche Immobilienfinanzierungen werden von den Finanzierungsinstituten unter anderen Gesichtspunkten durchgeführt, als dies bei wohnwirtschaftlichen Objekten aus Privathand der Fall ist. Dabei gibt es einen weiteren Unterschied bei den gewerblichen Immobilienfinanzierungen, denn es wird noch einmal unterschieden zwischen gewerblich genutzten Immobilien, wie Arztpraxen, Bürokomplexen und Supermärkten und von gewerblichen Wohnimmobilien. Für beide Formen der gewerblichen Immobilienfinanzierung gibt es unterschiedliche Finanzierungsmärkte.

Bevorzugte gewerbliche Immobilienobjekte - Assetklassen

Grundsätzlich ist nicht jedes Finanzierungsinstitut an jeder gewerblichen Immobilienfinanzierung interessiert. Neben den persönlichen und objektbedingten Voraussetzungen, wie Lage und Bauqualität, ist auch die Objektart oder fachmännisch die Assetklasse von erheblicher Bedeutung. Derzeit sind Bürogebäude, Einzelhandelsimmobilien (Retailobjekte) wie Fachmärkte und Einkaufszentren, Logistikimmobilien und Hotels gefragt. Alle Finanzierungsinstitute, die sich mit gewerblichen Immobilienfinanzierungen (Real Estate Finance) befassen, finanzieren ausschließlich gewerbliche Objekte in guten bis sehr guten Lagen.

Beleihungshöhe (LTV, Loan-to-Value)

Je nach Art der Gewerbeimmobilie ist die Höhe der Beleihung abhängig vom ermittelten Beleihungswert. Beleihungsausläufe zwischen 50 und 75% sind die Regel. Ein höherer Beleihungsauslauf bedingt auch eine besondere Rentabilität des Gewerbeobjektes. In diesem Zusammenhang wird neben der Standortqualität auch die Konzeption des Immobilienprojektes und die Qualität der Bauausführung eingehend untersucht. Bei Management- und Spezialimmobilien wird daneben auch die Qualifikation der Objektbetreiber analysiert und das betriebswirtschaftliche Konzept einer besonderen Betrachtung unterzogen.

Laufzeit und Zinssatz für eine gewerbliche Immobilienfinanzierung

Die Laufzeiten für die Finanzierung gewerblicher Objekte variieren bei den einzelnen Banken zwischen 3 und 15 Jahren. Hinsichtlich der Zinssätze unterscheidet man zwischen festen und variablen Zinssätzen. Es gibt mittel- und langfristige Finanzierungen, Aufbau- und Zwischenfinanzierungen, Währungskredite, Zins- und Währungsderivate, Mezzaninekredite und Avale.

Darlehensgeber für gewerbliche Immobilienfinanzierungen

Wie oben bereits beschrieben, unterscheidet man hier zwischen gewerblichen Wohnimmobilienfinanzierungen und der Finanzierung von gewerblichen Objekten wie  Bürogebäude, Einzelhandelsimmobilien (Retailobjekte), Logistikimmobilien und Hotels. Für die Finanzierung von Wohnimmobilien kann man sich an die „normalen“ Kreditinstitute, wie Sparkassen und Volksbanken, sowie Landesbanken und Hypothekenbanken wenden. Auch Lebensversicherungsgesellschaften finanzieren solche Objekte.

Die anderen gewerblichen Immobilien werden, auch aufgrund der erheblich höheren Finanzierungssummen von speziellen Instituten finanziert. Hierzu gehören neben Konsortien der Landesbanken und Hypothekenbanken auch Immobilienfonds, Leasinggesellschaften und Immobiliengesellschaften.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: M. Hermsdorf / pixelio.de

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